Statement der HuGH zu den Morden in Hanau

HuGH SW - Statement der HuGH zu den Morden in HanauTief erschüttert zeigt sich die Humanistische Gemeinschaft Hessen über die feige Tat der gestrigen Nacht in Hanau. Unser aufrichtiges Mitgefühl gehört den Angehörigen der unschuldig getöteten Menschen und den Verletzten. Nach den bisherigen Erkenntnissen deutet alles darauf hin, dass diese Tat einen rechtsradikalen, ausländerfeindlichen und rassistischen Hintergrund hat. Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke nun also eine weitere abscheuliche Tat, aus ähnlichen Motiven, hier in unserem Bundesland. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach aktuell vom rechtsradikalen Gift, das in unserem Land wirkt. Ebenso dem Gift Hass. Und leider wirkt dieses Gift immer öfter, verbreitet sich, wird teilweise verharmlost und birgt den Anschein, wieder gesellschaftsfähig zu werden. Wir als Humanistische Gemeinschaft werden uns immer öffentlich gegen rechtsradikale und rassistische Tendenzen in unserer Gesellschaft positionieren. Wir möchten dabei mitwirken, den Menschen Mut zu machen und sich gegen Rassismus zu stellen. Es ist in Zeiten wie diesen unabdingbar, sich klar gegen wie auch immer gearteten Extremismus auszusprechen und diesem entgegen zu treten und zu wirken. Denn Schweigen und Zusehen sind auf Dauer mindestens genauso gefährlich wie Taten selbst.

Unsere Dankbarkeit richtet sich in diesem Moment an alle Bürger*innen, die in Hessen und auch darüber hinaus an Mahnwachen teilnehmen und deutlich machen, dass Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz hat.