23.11. – Digitale Stunde: Mehr Religion als Staatsräson – Feiertage in Hessen

Digitale Stunde am 23. November ab 19:00 Uhr von und mit Ingo Heise:

In Hessen gibt es derzeit zehn gesetzliche Feiertage. Abgesehen vom 1. Mai und 3. Oktober gelten an diesen Feiertagen unterschiedlich strenge Einschränkungen der privaten Lebensführung, was alljährlich, insbesondere um Ostern herum, immer wieder zu Diskussionen unter dem Schlagwort „Tanzverbot“ führt. Doch ist das „Tanzverbot“ zu Karfreitag lediglich ein Symptom, dessen tieferliegende Ursache die religiöse Schlagseite ist, die das Hessische Feiertagsgesetz insgesamt aufweist. Aus diesem Grunde will Ingo Heise in der Digitalen Stunde am 23. November einen kritischen Blick auf das Feiertagsgesetz werfen. Dabei sollen nicht nur die unter dem säkularen Aspekt problematischen Regelungen zur Ausgestaltung der Feiertagsruhe dargestellt, sondern auch der Frage nachgegangen werden, in welchem Umfang die Religion bereits bei der Wahl der Feiertage Pate stand. Vor dem Hintergrund einer sich langsam, aber stetig säkularisierenden Gesellschaft werden Forderungen nach einer Reformierung des Feiertagsgesetzes irgendwann nicht mehr zu ignorieren sein. Doch wie könnte eine Reform aussehen? Welche Vorschläge gibt es bereits? Welche Forderungen sollten von Seiten der Humanisten sinnvollerweise erhoben werden? Welche Tage sollte eine aufgeklärte, säkulare, freiheitliche Gesellschaft zu gesetzlichen Feiertagen erheben? Welche Erwägungen sollten bei einer Entscheidung über diese Frage leitend sein, welche sollten es gerade nicht sein? Die Vorstellung des Themas will zur Diskussion und zum Weiterdenken anregen.

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