HuGH eröffnet neues Regionalbüro in Neu-Isenburg

Neue Präsenz für den Humanismus in Hessen: Im Februar eröffnete die Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) ergänzend zur Geschäftsstelle in der Landeshauptstadt Wiesbaden ihr erstes Regionalbüro. Die Räumlichkeiten für Beratungs- sowie Betreuungsangebote und Veranstaltungen liegen in der Ludwigstraße 68 am Rande der Fußgängerzone und somit direkt im Zentrum Neu-Isenburgs.

Die Humanistischen Gemeinschaft Hessen bildet als Körperschaft des öffentlichen Rechts den größten Zusammenschluss organisierter Agnostiker, Atheisten, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Pantheisten und anderer Freigeister in Hessen. Neben gesellschaftspolitischen Aktivitäten, einem bunten Programm für Mitglieder und Interessierte, zählt auch die Lebensberatung/humanistische Seelsorge oder die Gestaltung von Feierlichkeiten im Lebenskreislauf (Namens-, Jugend-, Ehe- und Trauerfeiern) zu den Angeboten und Dienstleistungen der HuGH, die von religionsfreien Menschen als weltliche Alternative zu den kirchlichen Pendants sehr geschätzt und wahrgenommen werden. Darüber hinaus führt die HuGH mit Genehmigung des Hessischen Kultusministeriums Unterricht in Humanistischer Lebenskunde als ordentliches Lehrfach durch. Der in Form von Blockseminaren organisierte Unterricht kann an Stelle von Religion oder Ethik in der Schule besucht und regulär für das Zeugnis benotet werden.

Auch der angeschlossene Veranstaltungsraum soll langsam und unter Einhaltung aller erforderlichen Schutzmaßnahmen mit Leben gefüllt werden. Am 26. März findet ein Tagesseminar „Bootcamp Bewerbung“ für Schüler*innen statt, die im Sommer mit der Haupt- oder Realschule abschließen. Darüber hinaus wird ab April jeweils am ersten Donnertag des Monats ein Spiele-Treff angeboten. Alle Veranstaltungen sind öffentlich.

Timo Saueressig, Präsident der HuGH, freut sich über die Erweiterung der Angebotsvielfalt und die Möglichkeiten, den praktischen Humanismus in Hessen weiter auszubauen: „Noch in diesem Jahr wird der Bevölkerungsanteil von Katholiken und Protestanten in Deutschland erstmals unter 50 Prozent fallen, spätestens 2032 werden die konfessionsfreien Menschen nach aktuellen Prognosen die absolute Mehrheit in Deutschland stellen. Für diesen immer größer werdenden Teil unserer Mitbürger*innen braucht es weltliche Alternativen“.

Für die Teilnahme an Veranstaltungen oder Terminvereinbarungen im Regionalbüro wird aufgrund der pandemischen Umstände um vorherige Kontaktaufnahme gebeten. Das Team der HuGH ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr unter 06102 839709 oder info@humanisten-hessen.de zu erreichen.

Die Wurzeln der Humanistischen Gemeinschaft Hessen gehen zurück in die Zeit der Aufklärung und der Demokratiebewegung der Revolution von 1848, woraus die Freireligöse Weltanschauung und das Freidenkertum entstanden sind. Im Jahr 2015 erfolgte die Umbenennung in Humanistische Gemeinschaft und die klare Positionierung als Weltanschauungsgemeinschaft. Was die Mitglieder eint, ist das Eintreten für Toleranz und weltanschauliche Neutralität des Staates, für Solidarität der Menschen untereinander und Gerechtigkeit zwischen den Völkern, gegen Rassismus und Nationalismus, für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur.

Regionalbüro Neu-Isenburg

Die Ludwigstr. 68 in Neu-Isenburg