Es ist zu laut! Was tun gegen Umwelt- und Kirchenlärm?

Datum/Zeit
16.02.2020
15:00 - 17:30

Veranstaltungsort
Humanistische Gemeinschaft Neu-Isenburg

Veranstalter
Ortsgemeinschaft Neu-Isenburg
neu-isenburg@humanisten-hessen.de
Tel. 06102 22130


Strategien für ein humanes Lebensumfeld

Referent: Gunnar Glitscher, Darmstadt

Verkehrs- und Fluglärm, Krach aus der Nachbarschaft, lärmende Maschinen, schrilles Glockengebimmel – viele Menschen leiden unter Lärm – dort, wo sie wohnen und Erholung suchen, am Arbeitsplatz, in den Schulen.

Lärm ist ein Umweltgift, gesunden Lärm gibt es nicht. Die medizinische Forschung hat die gerne geglaubte Mär von der angeblichen Gewöhnung an Lärm schon seit langem widerlegt.

Eine Sonderrolle als Lärmverursacher nehmen die Kirchen ein, die respektlos das natürliche Erholungsbedürfnis der Anwohner ignorieren und so die Gesundheit ‚ihrer Nächsten’ schädigen.

Diese Form der Dezivilisierung wird nicht nur von überzeugten Kirchgängern und lokalpatriotischen Kreisen mitgetragen. Auch Politik, Medienhäuser und selbst Behörden unterstützen das Lärmen mit Glocken als vermeintlich unabdingbares ‚abendländisches Kulturgut‘.

Wie kann sich der Einzelne gegen solche Zumutungen zur Wehr setzen und welche Möglichkeiten bieten staatliche Gesetze und Verordnungen, um sich vor Lärm und seinen negativen Auswirkungen zu schützen? Was sagen die Gerichte? Was muss sich ändern, damit wir in unserem Leben mehr Ruhe finden?

Der Referent ist Vorstandsmitglied der Humanistischen Gemeinschaft Hessen (HuGH), sowie der Humanistischen Gemeinschaft Neu-Isenburg (HuG-NI) und seit vielen Jahren aktiv auf den Gebieten Umwelt-, Arbeits- und Immissionsschutz. Die im Vortrag vermittelten Fakten und Erfahrungen sollen nicht nur über Lärm und Lärmfolgen informieren, sondern auch Mut machen und Möglichkeiten aufzeigen, selber aktiv zu werden, um seinen Teil zur Schaffung humaner Lebensbedingungen beizutragen.