Digitale Stunde: Was uns berührt – Fakten, Ideen und Diskussionen

Neben der Jugendarbeit und der Humanistischen Lebenskunde legt die Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) großen Wert auf ihr Angebot von Informations- und Bildungsveranstaltungen für Erwachsene. Vorträge zu naturwissenschaftlichen Themen, bildungspolitische Infoveranstaltungen, Podiumsdiskussionen oder auch satirische Lesungen – all das gehört für gewöhnlich zum Veranstaltungsportfolio der HuGH. Um dem Wunsch nach aktuellen inhaltlichen Impulsen und dem Austausch untereinander auch während der Pandemie gerecht werden zu können, hat die HuGH das Format der „Digitalen Stunde“ gestartet. Immer am vierten Dienstag eines Monats um 19 Uhr warten spannende Themen wechselnder Referent*innen darauf, behandelt und diskutiert zu werden.

Klicken Sie zur Teilnahme auf den jeweiligen nachfolgenden Button und starten von dort die Konferenzteilnahme. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es fallen lediglich die regulären Verbindungskosten Ihres Internetanbieters an. Für die Veranstaltung als solche entstehen Ihnen keinerlei Kosten. Für die Konferenz nutzen wir mit „BBB Server“ eine datenschutzkonforme Plattform mit Sitz und Servern in Deutschland.

Folgende Termine und Themen stehen bereits fest:

diezweikulturen 300x180 - Digitale Stunde: Was uns berührt - Fakten, Ideen und Diskussionen

 

Hier kostenlos teilnehmen

Dienstag, 26.10.2021 / 19:00 Uhr

Die zwei Kulturen – eine Nachlese zu C.P. Snows Rede-lecture von 1959
von und mit Dr. Gerd Mitschke

„Im Jahr 1959 hielt C. P. Snow die traditionelle Rede-lecture in Cambridge (GB) mit dem Titel “The Two Cultures”.  Darin beschrieb er die gegenseitige Sprachlosigkeit zwischen Geisteswissenschaften und Literaturbetrieb auf der einen und Science, also Mathematik und Naturwissenschaften auf der anderen Seite und versuchte die Situation zu analysieren. Ich will darüber berichten und dann die heutige Situation beschreiben. Dazu gehört auch die Betrachtung der Reaktion von Politik und Gesellschaft auf die Äußerungen von Wissenschaftlern zur Corona-Pandemie aber auch das Unverständnis für den Klimawandel. Auch die verbreitete Phobie gegenüber mathematischen Formeln ist ein Problem. Ich habe keine Lösung für diese Probleme, will aber ein wenig über die Ursachen reden.“

calendar gf5bb9d63f 1920 300x200 - Digitale Stunde: Was uns berührt - Fakten, Ideen und Diskussionen

 

Hier kostenlos teilnehmen

Dienstag, 23.11.2021 / 19:00 Uhr

Mehr Religion als Staatsräson – Feiertage in Hessen
von und mit Ingo Heise

In Hessen gibt es derzeit zehn gesetzliche Feiertage. Abgesehen vom 1. Mai und 3. Oktober gelten an diesen Feiertagen unterschiedlich strenge Einschränkungen der privaten Lebensführung, was alljährlich, insbesondere um Ostern herum, immer wieder zu Diskussionen unter dem Schlagwort „Tanzverbot“ führt. Doch ist das „Tanzverbot“ zu Karfreitag lediglich ein Symptom, dessen tieferliegende Ursache die religiöse Schlagseite ist, die das Hessische Feiertagsgesetz insgesamt aufweist. Aus diesem Grunde will Ingo Heise in der Digitalen Stunde am 23. November einen kritischen Blick auf das Feiertagsgesetz werfen. Dabei sollen nicht nur die unter dem säkularen Aspekt problematischen Regelungen zur Ausgestaltung der Feiertagsruhe dargestellt, sondern auch der Frage nachgegangen werden, in welchem Umfang die Religion bereits bei der Wahl der Feiertage Pate stand. Vor dem Hintergrund einer sich langsam, aber stetig säkularisierenden Gesellschaft werden Forderungen nach einer Reformierung des Feiertagsgesetzes irgendwann nicht mehr zu ignorieren sein. Doch wie könnte eine Reform aussehen? Welche Vorschläge gibt es bereits? Welche Forderungen sollten von Seiten der Humanisten sinnvollerweise erhoben werden? Welche Tage sollte eine aufgeklärte, säkulare, freiheitliche Gesellschaft zu gesetzlichen Feiertagen erheben? Welche Erwägungen sollten bei einer Entscheidung über diese Frage leitend sein, welche sollten es gerade nicht sein? Die Vorstellung des Themas will zur Diskussion und zum Weiterdenken anregen.